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Geodaten und BIM für den Strassenbau

BIM Viewer

Das Modell anschauen, ohne es vorher zu installieren

Der BIM Viewer ist das Herzstück dieses Projekts: Er sitzt auf dem quelloffenen Kern von IFC Lite, und was er für Schweizer Infrastrukturprojekte zusätzlich kann, habe ich selbst gebaut. Er läuft im Browser — keine Installation, keine Anmeldung, keine Lizenz; eine Datei, die Sie in das Fenster ziehen, wird auf Ihrem Gerät gelesen statt auf einen Server geladen.

Schweizweites Orthofoto, 3D-Umgebung und schaltbare GIS-Themen

Schweiz und GIS

Das Modell in seiner Umgebung ansehen

SWISSIMAGE steht als schweizweite Orthofoto-Grundlage bereit. Gelände, Gebäude und Vegetation von swisstopo lassen sich dazuschalten; die sichtbare Umgebung wird je nach Ausschnitt und Zoomstufe nachgeladen.

Von der Übersicht bis zum Modell

Orthofoto und 3D-Umgebung geben räumlichen Kontext. Die Darstellung nutzt unterschiedliche Detailstufen und ist kein vollständiges, überall messgenaues BIM-Modell der Schweiz.

GIS-Themen ein- und ausblenden

Parzellen, Gewässerschutz oder Nutzungsplanung: Punkt-, Linien- und Flächenthemen aus den amtlichen Geodiensten lassen sich einzeln zuschalten. Welche Themen verfügbar sind, hängt vom Dienst und der kantonalen Abdeckung ab.

Schrägblick über das Knonaueramt bis zu einem See und den Alpen am Horizont: Gelände mit Luftbild, Häuser als 3D-Körper, Wald als dunkelgrüne Baumkörper. Im Vordergrund das Bestandesmodell der Autobahn mit hellgrünen Flächen, links davon ein weiter Bereich blau überlagert als zugeschaltetes GIS-Thema.
Weltmodus: das Bestandesmodell des Demoprojekts in der 3D-Umgebung, dazu ein Gewässerschutzthema als blaue Fläche.

Orthofoto und 3D-Umgebung: © swisstopo. Die GIS-Themen stammen aus den jeweils gewählten Geodiensten; Quelle und Abdeckung richten sich nach dem Thema.

01 — Grosser Plan

167 MB Werkplan? Einfach ins Fenster ziehen

Ich ziehe die Zeichnung in den BIM Viewer; er liest den Kopf der Datei, zählt, was darin liegt, und fragt zurück, welche Layer ich auf dem Gelände sehen will. Gelesen wird nur, was ich ankreuze — die ganze Zeichnung umzurechnen dauert Minuten und liefert hauptsächlich Plankopf und Text zurück. Gelesen wird auf Ihrem Gerät: die Datei geht auf keinen Server.

  • Der Dialog trennt Landes- von Blattkoordinaten. Layer ohne LV95-Bezug — Plankopf, Rahmen, Legende — bleiben gesperrt statt still danebenzuliegen.
  • Rahmen des Papierbereichs (VIEWPORT) werden übergangen und die Zahl dazu genannt.
BIM Viewer mit geöffnetem Fenster «Terrain drape». Rechts steht über der Layerliste eine Kopfzeile mit Dateigrösse und Objektzahl der abgelegten Zeichnung, darunter neun Layerzeilen mit Ankreuzfeld und Objektzahl sowie die Knöpfe zum Drapen und Abbrechen; links liegt das geladene Geländemodell, unten rechts eine Meldung, dass die Zeichnung gross ist.
153 MB, 538,000 Objekte, 42 Layer — davon 36 in LV95 wählbar, sechs gesperrt, 1,115 VIEWPORT-Rahmen übergangen. Gezeigt ist ein erzeugter Prüfplan, kein Kundenplan.
Derselbe BIM Viewer nach dem Drapen. Im Panel stehen unter dem Dateinamen drei gewählte Layer mit Farbmarke, Objektzahl und Papierkorbsymbol, darüber die Zeile mit der Zahl der gedrapten Objekte; im Geländemodell links sind die abgelegten Zeichen als dunkle Punkte und Striche zu sehen.
91,333 of 91,333 object(s) draped — und 321,019 von 927,705 Stützpunkten liegen ausserhalb des Höhenmodells. Gelände: swissALTI3D, 4 m.

Nothing in this drawing lies in LV95. Read: 1 object(s) in model space and 296,123 inside 1 block definition(s), inserts resolved. Every object carries local sheet coordinates or another grid, so there is nothing this viewer could place on the terrain. Georeference the drawing to LV95 (EPSG:2056) — or use the DXF-to-IFC preparation for a plan-faithful model.

Wortlaut des BIM Viewers, wenn in einer Zeichnung nichts im Landeskoordinatensystem liegt.

02 — Landeskoordinaten

Messen, wo das Bauwerk wirklich steht

Ein Klick im Modell liefert die Landeskoordinate: Ostwert, Nordwert und Höhe in der Schweizer Schreibweise, mit dem Bezugssystem daneben. Distanz, Winkel und Fläche werden im selben Werkzeug gemessen, mit Fang auf Ecken und Kanten.

  • LN02 bleibt LN02 — der Höhenbezug wird nicht stillschweigend umgerechnet.
  • Fehlt die Georeferenz, sagt der BIM Viewer das, statt Nullen auszugeben.
Messwerkzeug des BIM Viewers über einem Strassenmodell. Das Panel zeigt die Schalter Distanz, Fang und Koordinatenanzeige, darunter eine fertige Messung mit Zerlegung in Achsdeltas; am unteren Bildrand steht der Messpunkt als Landeskoordinate mit Bezugssystem EPSG:2056.
Messpunkt E 2'674'993.16 N 1'237'042.75 H 476.33 m in EPSG:2056 (LV95), Höhenbezug LN02. Die Achsdeltas im Panel folgen der Grafik-Konvention «Y nach oben» — dY ist die Höhendifferenz, nicht der Nordwert.

03 — Datenherkunft

Sehen, welcher Teil des Modells woher stammt

Jedes Objekt aus einem Trassia-Durchlauf trägt seine Herkunft mit: Dienst, Layer, Abrufdatum, Lizenz und ob der Datensatz amtlich ist oder ein Vorschlag. Im Attributpanel steht das zuoberst statt zwischen hundert anderen Merkmalen.

Attributpanel des BIM Viewers für ein ausgewähltes Haltekanten-Objekt. Das Property-Set der GIS-Quelle ist mit einem Merker als Herkunft gekennzeichnet und listet Dienst, Layer, Objekt-ID, Abrufdatum, Lizenz und Status.
«Pset_GISQuelle» zuoberst: Dienst «BAV — Haltestellen des oeffentlichen Verkehrs», Layer ch.bav.haltestellen-oev, Abruf 2026-08-25, Lizenz «Open Government Data», Status «amtlich».

Einfärbung

Jedes Objekt kennt sein Amt

Ein Klick auf das Merkmal «Dienst» färbt die ganze Föderation nach Datenherkunft ein — mit Legende und Anzahl je Wert.

Föderiertes Modell eines Autobahnabschnitts mit Dorf, nach Datenherkunft eingefärbt. Rechts das Einfärbungs-Panel mit neun Legendenwerten und der jeweiligen Objektzahl, links die Liste der sieben geladenen Fachmodelle.
9 Legendenwerte, 1354 eingefärbte Objekte; der Rest bleibt blasser Kontext. N4 bei Rütihof, LV95/LN02.

04 — Quer- und Längsprofile

Den Verlauf sehen, quer zur Achse und entlang der Strecke

Querprofile schneiden das Modell senkrecht zur gewählten Achse. Das Längsprofil zeigt den Höhenverlauf entlang der Achse. Stationen und Korridor bestimmen den untersuchten Bereich.

  • Querprofile stationenweise mit frei gewähltem Korridor als DXF ausgeben.
  • Höhen entlang der Achse als Längsprofil, mit DXF- und CSV-Ausgabe.
  • Nach geänderten Einstellungen das Profil auf Knopfdruck neu berechnen.
  • Eine Überhöhung erleichtert das Lesen am Bildschirm; die Exporte bleiben 1:1.
BIM Viewer mit dem Bestandesmodell eines Autobahnabschnitts: Wiesen grün, Gebäude mit roten Dächern, Strommasten und Bäume. Am unteren Rand der Strasse markiert ein violetter Punkt die Schnittstelle; unten links das Fenster «2D Section» mit dem Querprofil als Linie über grünem Gelände.
Querprofil im BIM Viewer: im 3D-Modell gesetzt, unten als 2D-Schnitt. Ausschnitt der Aufnahme, Demoprojekt N4 im Knonaueramt.
Grosse Querprofilzeichnung aus einem echten DXF-Demoexport. Der Schnittkorridor und die relative Höhe zur Achsgradiente sind als Beispiel bemasst.
Querprofil aus dem DXF-Demoexport, für die Website mit einer Beispielbemassung dargestellt. Die Breite bezeichnet den Schnittkorridor, die Höhe den Abstand zur Achsgradiente. Querprofil in voller Grösse öffnen →

Das Längsprofil zeigt die Modelloberfläche entlang der Achse

Die Zeichnung verbindet die ursprünglichen Stützstellen des CSV-Demoexports. Gezeigt wird die oberste Modelloberfläche entlang der Achse; sie ist von der Achsgradiente zu unterscheiden. Die Höhen stehen im Bezugssystem des Modells.

Grosse Längsprofilzeichnung aus den ursprünglichen Stationen und Höhen eines CSV-Demoexports. Höhenverlauf, untersuchte Streckenlänge und zwei beschriftete Stützstellen sind sichtbar; die Darstellung ist 15-fach überhöht.
Darstellung aus dem CSV-Demoexport, für die Lesbarkeit 15-fach überhöht. Die Werte und Beispielbeschriftungen stammen aus den Originalstützstellen; die Exportkoordinaten bleiben unverändert. Längsprofil in voller Grösse öffnen →

05 — Kubatur

Jede Zahl zum Nachrechnen

Auftrag und Abtrag zwischen zwei Flächen, entlang der Achse. Jede Ausgabe trägt ihren Methodenkopf mit: Verfahren, Bezugs- und Vergleichsfläche, Stationsabstand, Korridorbreite und Abtastschritt — die Zahl steht nie allein da.

  • Wo die Flächen sich nicht überdecken, steht die unbeurteilte Breite in einer eigenen Spalte. Lücken werden ausgewiesen, nicht interpoliert.
  • Die Station ist die Kilometrierung aus der Datei, nicht eine im Werkzeug erfundene.
Panel «Cut and fill» des BIM Viewers. Oben die Auswahl der Achse, darunter Eingabefelder für Anfangs- und Endstation, Stationsabstand und Korridorbreite, dann die Auswahllisten für Bezugs- und Vergleichsfläche und der Knopf zum Rechnen; unten die vier Ergebniszeilen und ein mehrzeiliger Fussnotentext zum Verfahren.
Bereich 48+000.00 bis 49+000.00, Stationsabstand 25 m, Korridor 60 m — Auftrag 20'051.89 m³, Abtrag 34'896.64 m³, Bilanz −14'844.75 m³. Bezugsfläche swissALTI3D, Vergleichsfläche ASTRA-Objekte. Kein amtliches Ausmass.
Stationstabelle der Kubatur in einem eigenen Fenster. Über der Tabelle stehen die verglichenen Modelle, die Achse mit Bereich und Schrittweite sowie vier Summenwerte; die Tabelle listet je Station die Auftragsfläche, die Abtragsfläche, die nicht beurteilte Breite und eine Bemerkungsspalte.
Dieselbe Rechnung Station für Station: 41 Stationen ab 48+000.00, je Zeile Auftrags- und Abtragsfläche und in der Spalte «n.r. m» die nicht beurteilte Breite.
# Cut and fill by the cross-section method (Elling)
# Axis: N4 ZÜRICH-WEST - RÜTIHOF
# Station column: kilometrage stated by the file (IfcReferent marks)
# Reference surface (A): Terrain 4 m raster (swissALTI3D)
# Comparison surface (B): ASTRA infrastructure objects
# Range: 48+000.00 to 49+000.00 (1000.00 m)
# Station spacing: 25.00 m · corridor width: 60.00 m · cross sampling: 0.100 m
# Method: highest surface of each model per sample point (view from above); areas by midpoint rule across the corridor; volumes V = sum (A_i + A_i+1)/2 * ds (Elling, no curvature correction). Gaps are NOT interpolated — see the "unrated width" column.
# Totals: fill 20051.89 m3 · cut 34896.64 m3 · balance -14844.75 m3 · rated length 1000.00 m
# This is an approximation, not an official quantity survey (Ausmass).
Der Methodenkopf der CSV-Ausgabe, wörtlich: Verfahren, Flächen, Schrittweite — und dass Lücken nicht interpoliert sind.

06 — Projektmappen

Ein föderiertes Projekt besteht aus mehreren Dateien: Achsen, Gelände und Gebäude, Werkleitungen, Vegetation, Baulinien. Eine Projektmappe fasst sie zu einer Adresse zusammen.

  • Wer den Link öffnet, hat Modelle, Einfärbung und Querschnitt gesetzt — ohne eine einzige Einstellung von Hand.
  • Fehlt eine Datei, lädt die Mappe trotzdem und benennt, was fehlt.
Bildschirmaufnahme vom 31. August 2026, als die Mappe dreizehn Modelle führte: Der BIM Viewer zeigt die geladene Projektmappe, die Kopfzeile nennt den Projektnamen und dass alle dreizehn Modelle geladen sind; links die Liste der Fachmodelle mit Objektzahlen, rechts das Einfärbungs-Panel mit zehn Legendenwerten, in der Mitte ein Autobahnabschnitt mit Anschluss, Dorfrand und farbig markierten Objekten.
Ein Link, 13 of 13 models loaded — links die Fachmodelle mit ihren Objektzahlen, rechts die Einfärbung nach Datenherkunft mit zehn Werten. Die Aufnahme stammt vom 31. August 2026, als die Mappe dreizehn Modelle führte; heute sind es vierzehn.
Dieselbe Projektmappe in einem 390 Pixel breiten Fenster: das nach Datenherkunft eingefärbte Modell füllt die Fläche, die Werkzeuge sind an den oberen und linken Rand gerückt.
Dieselbe Mappe bei 390 Pixel Fensterbreite.

Das Modell hinter der Demo

Die Farben stecken im Modell, nicht im Betrachter

Die Objektklassen der Nationalstrasse und die Katalogfarben der amtlichen Vermessung stecken im Modell selbst. Ein Betrachter zeigt sie an — erzeugen muss er sie nicht.

Schrägansicht von oben auf einen Autobahnanschluss am Rand eines Dorfes. Die Fahrbahnen der Nationalstrasse ziehen als gelb-orange Bänder durch das Bild, die Kunstbauten am Anschluss sind rot abgesetzt; ringsum liegen Wiesen und bewaldete Kuppen, dazu Wohnhäuser mit roten Dächern, Hallen und Einzelbäume als Körper.
Anschluss Affoltern am Albis (N4), eingefärbt nach den Attributen des Modells: die Flächen der Nationalstrasse in den Richtlinienfarben des ASTRA, die Kunstbauten rot abgesetzt, daneben Gebäude und Bäume aus der amtlichen Vermessung. Render aus dem Modell, keine Aufnahme der Anwendung.

Modellhöhen auf der Gradiente

Flächen ohne Höhe bekommen die Höhe der Achse

Die amtliche Vermessung beschreibt Beläge, Mauern und Grenzen als Flächen in der Ebene. Wo sie ein Bauwerk queren, muss die Höhe aus dem Projekt kommen.

Zwischen Ausgangslage und Ergebnis umschalten
Nahsicht auf eine Überführung über die Autobahn: Die gelbe Fahrbahn zieht von oben rechts nach unten links durch das Bild. Am Kreuzungspunkt reicht eine graue Mauerfläche von der Überführung hinunter bis auf die Fahrbahn und legt sich über sie.
Vorher — die Flächen der amtlichen Vermessung liegen ohne eigene Höhe auf dem Gelände.
Dieselbe Ansicht nach der Korrektur: Die Mauer sitzt als geschlossener Block auf der Überführung; die A4 führt darunter hindurch, verdeckt vom Bauwerk nur auf dessen Breite.
Nachher — Beläge und Mauern sitzen auf der Höhe der Gradiente. Dieselbe feste Kamera, Render aus dem Modell.

In der amtlichen Vermessung liegen Flächen ohne Höhe; im Demo-Modell erhalten Beläge und Mauern ihre Höhe aus der Gradiente der Achse. Vorher hängt die Mauer der Überführung 894 bis auf die Fahrbahn der A4 hinunter, nachher sitzt sie auf der Überführung.

07 — Bauteilbibliothek

Vom Normalienblatt zum Bauteil, das seine Masse mitträgt

Ein Normalienblatt ist eine Zeichnung mit Massen. Ich lese die Masse ab, baue daraus einen Typ in meiner Bibliothek und setze ihn im Modell als Instanz — die Zahl vom Blatt bleibt dabei ein Merkmal, das sich wieder auslesen lässt.

  1. Masschema eines Kandelaberfundaments in der Seitenansicht: ein liegender Betonklotz unter der Geländelinie, darauf der Mastfuss. Drei Masse sind in Ocker bemasst — Breite 60, Tiefe 100 und ein Überstand von 5 über der Geländelinie, alle in Zentimetern.

    1 Das Blatt

    Ein Normalienblatt beschreibt das Bauteil in Massen: Breite, Tiefe, Überstand über dem Belag. Mehr als diese Zahlen brauche ich nicht.

    Schema Kandelaberfundament, Masse in Zentimetern. Eigene Nachzeichnung nach Normalie Kanton Zürich, Blatt 831 — kein Auszug, kein Scan.

  2. Seitenansicht eines Strassenkandelabers mit ausladendem Leuchtenarm über dem Mast, darunter das Fundament unter der Geländelinie. In Ocker bemasst sind die Masthöhe von 8.00 m sowie Tiefe 1.00 m und Breite 0.60 m des Fundaments.

    2 Der Typ

    Aus den Massen wird ein Typ in meiner Bibliothek: Geometrie selbst gezeichnet, die Masse als Merkmale am Typ, die Höhe als Parameter.

    Bibliothekstyp «Kandelaber 8 m + Fundament ZH 831»: IfcLightFixtureType und IfcFootingType, Masse als Property-Sets, Höhe parametrisch.

  3. Nahansicht einer Autobahnfahrbahn mit Leitplanke am linken Rand. Zwei Kandelaber mit Ausleger stehen am Fahrbahnrand, dahinter kubisch abstrahierte Baumkronen in Grün über dem drapierten Luftbild des Geländes.

    3 Die Instanz

    Im Modell steht der Typ als Instanz: an seiner Koordinate, mit der Höhe, die dort gilt — und trägt seine Masse weiter mit sich.

    Dieselben Typen als Instanzen im Bestandesmodell an der N4. Gelände swissSURFACE3D mit SWISSIMAGE. Render aus dem Modell, keine Aufnahme der Anwendung.

Drei Typen aus der Bibliothek, einmal rundherum

36 Ansichten je Fläche, im Zehn-Grad-Schritt aus dem Bibliothekstyp gerendert.

Kandelaber 8 m

Fundamentmasse nach Normalie Kanton Zürich, Blatt 831.

Fahrzeugrückhaltesystem LS 150-180

Sys 6211 nach ASTRA 11005 (2024), Kapitel 4.1.2.

Buswartehäuschen T-900

Nach Typenplan Kanton Basel-Landschaft T-900.

08 — Instanzen

Aus Punkten werden Bauteile

Ein Geodatensatz gibt Standorte: ein Punkt je Kandelaber, ein Punkt je Baum, eine Linie für die Strassenkante. Für ein Modell brauche ich Bauteile. Auf jeden Punkt kommt eine Instanz desselben Bibliothekstyps — mit den Massen, die an dieser Stelle gelten.

  • Die Bäume bekommen ihre Höhe je Standort aus der Kronenhöhe des LiDAR-Datensatzes; der Typ ist derselbe, das Mass nicht.
  • Die Kandelaber stehen nicht bloss auf dem Punkt, sondern mit dem Ausleger zur Fahrbahn gedreht.
133
Punktsymbole in der Ausgangslage — ein Punkt je Standort, ohne Geometrie.
53
Kandelaber 8 m, Ausleger zur Strasse gedreht.
80
Bäume, Höhe je Baum aus der LiDAR-Krone.
293m
Fahrzeugrückhaltesystem entlang der Strassenkante.
Zwischen Ausgangslage und Ergebnis umschalten
Schrägansicht auf einen Autobahnabschnitt im Gelände mit drapiertem Luftbild. Auf und neben der Fahrbahn liegen kleine magentafarbene Scheiben als Punktmarken, entlang der linken Fahrbahnkante läuft ein orangefarbenes Band.
Ausgangslage: 133 Punktsymbole (magenta) und die Planlinie (orange) — Lage ja, Bauteil nein. Gelände swissSURFACE3D mit SWISSIMAGE, Punkte aus den OGD des Kantons Zürich, Kante aus der amtlichen Vermessung.
Dieselbe Ansicht desselben Autobahnabschnitts: Statt der Punktmarken stehen schlanke Kandelaber mit Ausleger am Fahrbahnrand, im Hintergrund kubisch abstrahierte Baumkronen in Grün, entlang der linken Fahrbahnkante eine durchgehende Leitschiene.
Dieselbe Kamera nach dem Instanzieren: 53 Kandelaber 8 m mit Ausleger zur Strasse, 80 höhenparametrische Bäume, 293 m Fahrzeugrückhaltesystem — Demo-Platzierung, keine Projektierung.

09 — Plan zu Modell

Ein Situationsplan, der sich öffnen lässt statt nur ausdrucken

Ein Situationsplan ist eine Zeichnung: Linien auf Layern, Text, Farben nach Stift. Ich rechne ihn plantreu in ein IFC-Modell um — mit Landesbezug, ohne die Geometrie zu vereinfachen. Danach liegt dieselbe Zeichnung im BIM Viewer, und jede Linie ist ein Objekt.

  • Layerfarben und Linienbreiten kommen aus dem Stil der Zeichnung; Reinweiss wird zu Schwarz, wie beim Plotten. Texte werden zu Geometrie.
  • Was die Umrechnung nicht kann, steht im Lieferschein daneben: gestrichelte Linientypen erscheinen durchgezogen, sehr grosse Füllflächen nur als Umring.
Ausschnitt eines Situationsplans im Werkplanstil auf weissem Grund: braune Höhenkurven, schwarze Parzellengrenzen mit Grenzpunkten, graue Strassenflächen eines Autobahnanschlusses, grüne Flurnamen und Waldsignaturen.
Vorher — die Zeichnung: 6089 Objekte auf 22 Layern, aus amtlicher Vermessung (MOpublic), swissALTI3D und OGD Kanton Zürich. Kein reales Bauprojekt.
Bildschirmfoto des BIM Viewers mit demselben Plan als Modell in der Draufsicht. Links die Modellliste mit den beiden geladenen IFC-Dateien und ihren Objektzahlen, in der Mitte die Zeichnung mit Höhenkurven, Parzellen, Flurnamen und dem Plankopf, rechts das leere Inspektorfenster, unten die Statuszeile mit dem Vermerk WebGPU.
Nachher — dieselbe Zeichnung als Modell im BIM Viewer: zwei IFC-Dateien von 58.7 und 55.5 MiB, Draufsicht über der Landeskoordinate statt über einem Blattnullpunkt. Der Plankopf ist mitgewandert: «KEIN reales Bauprojekt – Zeigebeispiel Plan-zu-Modell».

Quellen der Bilder in den Abschnitten 07 bis 09 — Gelände, Höhenkurven und Orthofoto: © swisstopo (swissSURFACE3D, swissALTI3D, SWISSIMAGE)
Standorte der Strassenbeleuchtung und Einzelbäume: Kanton Zürich, Geoinformation (GIS-ZH), Open Government Data
Bodenbedeckung, Parzellen, Grenzpunkte, Haus- und Flurnamen: Amtliche Vermessung (MOpublic), Kanton Zürich, bezogen über geodienste.ch
Objektgeometrien: eigene Bibliothek. Schema Blatt 831 als eigene Nachzeichnung «nach Normalie Kanton Zürich»; Buswartehäuschen «nach Typenplan Kanton Basel-Landschaft T-900»; Fahrzeugrückhaltesystem «nach ASTRA 11005». Keine Kundendaten, kein reales Bauprojekt.

Selbst ausprobieren

Zwei Wege hinein — beide ohne Anmeldung

Demoprojekt öffnen

N4 Zürich-West – Rütihof: vierzehn Fachmodelle, ein Link. Einfärbung und Querschnitt stehen beim Öffnen bereits.

Demoprojekt öffnen

BIM Viewer leer starten

Eigene IFC-Datei per Drag-and-drop testen — die Datei verlässt Ihren Browser nicht und wird nirgends gespeichert.

BIM Viewer leer starten

Was Sie dafür brauchen — und woher die Demo-Daten kommen

  • Browser mit WebGPU. Verlässlich in Chrome und Edge (ab Version 113); Firefox liefert WebGPU nicht überall aktiviert aus, Safari nur teilweise. Geprüft ist der BIM Viewer in Edge und Chrome unter Windows.
  • Ladezeit. Die Fachmodelle laden nacheinander — über Festnetz wenige Sekunden, über Mobilfunk entsprechend länger.
  • Grundlage. Quelloffene Anwendung IFC Lite (MPL 2.0); die Ergänzungen für den Schweizer Einsatz habe ich selbst gebaut. Die Oberfläche ist englisch.

Quellen der Demo-Daten

Geodaten: © swisstopo (swissTLM3D, swissALTI3D, swissSURFACE3D, swissBUILDINGS3D, SWISSIMAGE, Landeskarten)
Nationalstrassenachsen, Baulinien und Inventarobjekte: Bundesamt für Strassen ASTRA, bezogen über geo.admin.ch (Bundes-Geodaten-Infrastruktur BGDI)
Amtliche Vermessung: Kanton Zürich — Geographisches Informationssystem des Kantons Zürich (GIS-ZH), Amtliche Vermessung (OGD), bezogen über geodienste.ch; Kanton Aargau — Amtliche Vermessung (OGD), bezogen über geodienste.ch
Einzelbäume: Kanton Zürich, Geoinformation (GIS-ZH), Open Government Data
Punktobjekte (Vorschlagsebene): © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0

Alle Daten des Demoprojekts stammen aus offenen Quellen; Stand der Abrufe: 25.08.2026. Bezugssystem durchgehend EPSG:2056 (CH1903+/LV95), Höhen LN02. Es sind keine Kundendaten und keine Personendaten enthalten.

Rückfragen zu Formaten und Prüfregeln