Team
Wer hier eigentlich arbeitet
Trassia ist ein Ein-Personen-Projekt mit ungewöhnlicher Besetzung: Ich entscheide, prüfe und gebe frei — ausgeführt wird die Arbeit von KI-Agenten mit unterschiedlichen Sprachmodellen.
Das ist weder ein Bild noch eine Redewendung. Es gibt keine Angestellten, keine Partner und keine Niederlassungen. Was hier wie ein Team aussieht, sind sieben Arbeitsweisen mit klar getrennten Zuständigkeiten — und ein Mensch, bei dem die Verantwortung bleibt.
Aufgabenteilung
Entschieden wird oben, gearbeitet wird darunter
Vier Ebenen: Ich gebe den Auftrag und gebe frei. Der Geschäftsführer zerlegt ihn und verteilt ihn an die Master-Agenten, die je einen Fachbereich führen. Die weiteren Agenten arbeiten allen zu — je eine Rolle für eine Aufgabe.
Mensch
Marco Salathé
Inhaber. Gibt den Auftrag, setzt die Grenzen, gibt frei.
KI-Agent
Geschäftsführer
Zerlegt den Auftrag, verteilt ihn und nimmt ab. Was ich entscheiden muss, legt er mir vor.
Master-Agenten
Master
AiO-Strassenbau
Geodaten und Normwissen.
Master
Blender
Bestandesmodelle und IFC.
Master
BIM Viewer
Modelle im Browser ansehen und messen.
Master
Zeichner
Pläne aus DXF und PDF lesen, messen, prüfen.
Master
Simulation
Fahrwelt, Fahrzeug und Kamera — Pilot in Entwicklung.
Weitere Agenten
- Wissensverwalter
- Recherche
- Jurist
- Controlling
- Marketing
- Website
- Frontend-Designer
- Tester
- SEO und Sicherheit
- Revisor (Audit)
Sie entstehen für eine Aufgabe, liefern ihr Ergebnis und sind danach wieder weg.
Besetzung
Acht Karten, acht Rollen
Karte antippen oder anklicken — darunter steht, was die Rolle tut. Mit der Maus genügt Darüberfahren, mit der Tastatur der Tabulator.
Ich habe an der ETH Zürich Bauingenieurwesen studiert und arbeite in einem Schweizer Ingenieurbüro im Strassen- und Werkleitungsbau. Zu Hause bin ich in Schaffhausen — dem, wie ich finde, schönsten Kanton der Schweiz. Trassia entsteht daneben, in meiner Freizeit.
Was hier passiert, entscheide ich: welche Arbeiten laufen, was veröffentlicht wird und in welchem Wortlaut. Rechenzeit, Server und Speicher trage ich selbst. Gezeigt werden Arbeitsstände aus offenen Geodaten und einem aufgenommenen Gebäudebestand. Projektdaten aus meiner beruflichen Arbeit kommen hier nicht vor.
Der Rest des Teams braucht weder Kaffee noch Ferien. Dafür kann ihm auch niemand die Verantwortung übergeben — die bleibt in dieser Zeile.
Er zerlegt einen Auftrag in Arbeitspakete, sucht dazu die zuständige Rolle, prüft das Ergebnis gegen die Vorgabe und hält am Abend fest, was entschieden wurde und warum. Wo eine Zahl fehlt, fragt er nach, statt sie zu schätzen.
Gelernt hat er vor allem eines: mir nur noch die Pendenzen zu geben, die wirklich nur ich erledigen kann. Die Liste ist seither kürzer — und die Fragen darauf sind besser.
Er fragt die Geodienste von Bund, Kantonen und Gemeinden ab, verschneidet jedes einschlägige Thema mit dem Perimeter und hält Fläche, Anzahl und Nachführungsstand fest — Themen ohne Befund ebenso. Dazu kommen Normwissen und Normrechnung sowie die Pläne für die Inventarobjekte.
Sein Lebensmotto steht seit einer misslungenen Abnahme fest: «Report ist nicht Verifikation.» Er misst deshalb lieber ein drittes Mal nach, als eine Zahl zu behaupten.
Er überführt Pläne plantreu von DXF nach IFC 4.3, baut aus Geodaten die Bestandesmodelle — lagerichtig im LV95 — und pflegt die Bauteilbibliothek, aus der die Instanzen entstehen. Jede Modellansicht auf dieser Website kommt aus seiner Kamera.
Seit einer Rückmeldung zur Bildstrecke rendert er Wälder plastisch statt flach. Und er sichtet jedes Bild dreimal, bevor er es abliefert.
Er baut den BIM Viewer dieser Seite: Modell laden, drehen, schneiden, Bauteile anklicken und ihre Eigenschaften lesen. Gemessen wird mit Fang auf Ecken und Kanten, jeder Punkt trägt seine Landeskoordinate, und ein Schnitt lässt sich als DXF mitnehmen.
Online geht bei ihm nichts ohne Abnahme — und seine liebste Frage an jede Neuerung lautet, ob sie auch auf einem gewöhnlichen Notebook noch flüssig läuft.
Er liest Pläne aus DXF und PDF, misst darin nach und prüft, was auf dem Blatt tatsächlich steht — bevor daraus ein Modell oder eine Zahl in einem Bericht wird.
Wo ein Plan unklar ist, schreibt er die Unklarheit auf, statt sie zu glätten. Sein häufigster Satz ist «Das Blatt sagt etwas anderes», und meistens hat er recht.
Er verbindet die vorbereiteten Modelle mit einer Laufzeitumgebung: Fahrzeug, Kamera und Kollision gehören zu seinem Bereich. Der aktuelle Unreal-Pilot lässt sich bereits befahren; die vollständige Funktionsprüfung und der weitere Ausbau laufen noch.
Sein Massstab ist der nächste Meter: Eine Strasse muss nicht nur auf dem Bild stimmen, sondern sich auch fahren lassen.
Für eine bestimmte Frage entsteht eine bestimmte Rolle: Der Tester geht die Seite durch wie eine Besucherin, die Rolle für Rechtsfragen schlägt die Gesetzestexte nach, die Recherche belegt jede Aussage mit einer Quelle, die Gestaltung ordnet Bild und Text, die Wissensverwaltung räumt danach auf. Ist die Aufgabe erledigt, ist die Rolle wieder weg.
Die Anzahl schwankt täglich. Alle gleichzeitig gesehen hat sie noch niemand — der Geschäftsführer behauptet, das sei Absicht.
Hausregeln
Vier Sätze, an die sich alle halten
- Report ist nicht Verifikation: Jede Aussage braucht ein Artefakt — eine Datei, eine Zahl, eine Quelle.
- Kein Agent schreibt im Arbeitsbereich eines anderen. Lesen ja, ändern nein.
- Was nicht belegt werden kann, steht nicht auf dieser Seite.
- Freigegeben wird von Hand. Kein Ergebnis geht ungesehen online.
Jede Zahl der Startseite nennt ihre Fundstelle, jedes Bild seine Datenquelle.
Fragen an das Team gehen an den Menschen
Rückfragen zu Methode, Datenquellen und BIM Viewer beantworte ich gern. Die Agenten haben keine E-Mail-Adresse — und das bleibt auch so.