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Geodaten und BIM für den Strassenbau

Technischer Bericht

Ein vollständiger Bericht, an einem realen Perimeter gerechnet

Der Bericht vom 27. September 2026 wertet einen 7.2 km² grossen Projektperimeter der N4 im Knonaueramt aus: 68 Themen aus öffentlichen Geodiensten, 113 Kenngrössen aus der Rechenkette, daraus sechs gewichtete Kernpunkte. Bilanziert ist jedes Thema im Projektbereich längs der Achse (±50 m, 38.13 ha). Er lässt sich vollständig lesen — er ist die Arbeitsprobe selbst. Neu auf dieser Seite: vier Beispiele aus dem Bericht, von den Rückhaltesystemen bis zu den Fruchtfolgeflächen.

Demonstrationsprojekt. Der Bericht ist ein Demonstrationsprojekt der Trassia — kein Auftrag, keine Beteiligung und keine Prüfung durch das ASTRA, wie das Titelblatt festhält; jede Seite trägt in der Fusszeile «Demo – kein ASTRA-Auftrag». Gewählt wurde ein reales, öffentlich einsehbares Trassee, damit die Auswertung an echten Verhältnissen zu prüfen ist.

7.2km²
Projektperimeter über die Kantonsgrenze AG/ZH (Kapitel 1 des Berichts); bilanziert wird im Projektbereich Achse ±50 m, 38.13 ha
68
geprüfte Themen aus öffentlichen Geodiensten, 27 davon mit gemessenem Vorkommen im Projektbereich
6
gewichtete Kernpunkte, je mit Kategorie und Beleg
113
Kenngrössen aus der Rechenkette: 25 gerechnet, 66 als offengelegte Annahme, 22 als benannte Lücke

01 — Der Perimeter

Ein Polygon genügt als Eingabe

  • Südportal Islisbergtunnel bis Anschluss 31 Affoltern am Albis
  • Projektachse 3'813.3 m, Projektperimeter 7.20 km²
  • Mengenbilanz je Thema im Projektbereich Achse ±50 m (38.13 ha)
  • über die Kantonsgrenze AG/ZH — Verfahrensschritte mit beiden Kantonen abzustimmen

Mehr als diese Fläche braucht das Verfahren nicht. Welche Themen einschlägig sind, welche Dienste sie führen und in welchem Stand, wird beschafft und ausgewiesen.

Landeskarte des Knonaueramts mit Affoltern am Albis, Hedingen, Obfelden und Ottenbach. Der Projektbereich liegt als kräftig rotes Band längs der Autobahn N4, darum zieht der Projektperimeter als blaue Strichlinie. Beide reichen vom Islisbergtunnel im Norden bis zum Anschluss südlich von Affoltern am Albis; links oben steht der Legendenkasten «Übersicht Projektperimeter».
Legende im Bild: Projektbereich (rot), Projektperimeter (blau gestrichelt). Ein Klick auf die Karte öffnet sie in voller Auflösung.Abbildung 1 des Berichts, Seite 10: Projektbereich (rot, 38.13 ha) und Projektperimeter (blau gestrichelt, 7.20 km²) in den Kantonen AG und ZH. Hintergrund: Landeskarte © swisstopo, bezogen über geo.admin.ch.

02 — Wofür

Die Grundlagenbeschaffung frisst Tage, bevor das Projekt beginnt

Von Hand

  • Gewässerraum, Waldabstand, Altlasten, Grundwasser, Fruchtfolgeflächen, Baulinien, Verkehr, Lärm — einzeln zusammengetragen
  • ein bis drei Arbeitstage, meist neben dem Tagesgeschäft
  • ein Thema fällt erst in der Vernehmlassung auf

Maschinell, dann beurteilt

  • jedes Thema gegen den zuständigen Geodienst abgefragt und verschnitten
  • Fläche, Anzahl Objekte und Stand ausgewiesen — auch ohne Befund
  • Kenngrössen aus der Rechenkette bestimmt — Verkehr, Unfallschwerpunkte, Sichtweiten, Fahrzeugrückhaltesysteme, Querschnitt, ASTRA-Inventar, Frostindex —, jede als berechneter Wert, als Annahme oder als benannte Lücke
  • danach Ingenieurarbeit: gewichten, Widersprüche einordnen, Kosten- und Fristenrelevanz benennen, Lücken als Lücken ausweisen

Diese Kennzahlen sind maschinell ermittelt. Die Wertung und die Projektaussagen darunter sind Ingenieurleistung.

Transparenzzeile in Kapitel 1 des Musterberichts

Wo ein Kapitel reine Ingenieurleistung ist — Projektziele, Terminplan —, schreibt der Bericht keine Aussage hin, sondern benennt die Lücke: «Die qualitativen, finanziellen und terminlichen Ziele setzt die Bauherrschaft; sie sind keine Grösse, die sich aus Geodaten oder Rechenschritten ergibt.»

03 — Der Unterschied

Rohdaten kann jeder abrufen. Die Arbeit ist die Beurteilung.

Der ÖREB-Auszug zeigt Ebenen, die Geoportale zeigen Karten. Keines beantwortet die Frage vor der Kostenschätzung: Was davon bindet Termine, Bewilligungen und Geld?

Der Bericht führt beides getrennt und macht die Grenze sichtbar — maschinelle Zeile mit Fläche, Anzahl und Quelle, darunter die Beurteilung mit dem benannten Handlungsbedarf.

Graue Landeskarte mit farbig hervorgehobenen belasteten Standorten: gelb die belasteten, weder überwachungs- noch sanierungsbedürftigen, grün jene ohne zu erwartende schädliche oder lästige Einwirkungen, orange die sanierungsbedürftigen ausserhalb des Projektbereichs. Die Flächen häufen sich am Siedlungsrand von Affoltern am Albis. Der Projektbereich längs der Achse ist rot umrandet, der Projektperimeter als blaue Strichlinie; rechts oben steht die Legende mit den Belastungsklassen und ihren Anteilen.
Legende im Bild, Anteile an der klassierten Fläche: belastet, weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig 62 %; belastet, keine schädlichen oder lästigen Einwirkungen zu erwarten 38 %. Ein Klick auf die Karte öffnet sie in voller Auflösung.Abbildung 22 des Berichts, Seite 58: Kataster der belasteten Standorte (kantonal harmonisiert), Abruf 06.09.2026 — rot der Projektbereich, blau gestrichelt der Projektperimeter. Quelle: geodienste.ch (WMS und WFS der Kantone); Hintergrund: Landeskarte © swisstopo.

Maschinell ermittelt

Kataster der belasteten Standorte (kantonal harmonisiert) — im Projektbereich (Achse ±50 m): 1'562 m² (2 Objekte), davon 963 m² «belastet, weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig» und 599 m² «belastet, keine schädlichen oder lästigen Einwirkungen zu erwarten».

Kapitel 40 des Berichts, «Belastete Standorte / Altlasten», Seite 57

Beurteilt

Sanierungsbedürftig ist im Projektbereich keiner; im übrigen Perimeter sind es 2.19 ha in 7 Objekten. Sie liegen ausserhalb des Baubereichs, sind aber bei Wasserhaltung, Aushubtransport und Zwischenlagerung zu beachten. Jeder Aushub in einem eingetragenen Standort ist nach Altlasten-Verordnung zu deklarieren und getrennt zu entsorgen.

Kapitel 40.1, Seite 58: kostenrelevant, abzuklären

Wenn zwei Quellen dasselbe messen

Zwei Dienste, die dieselbe Grösse führen, weichen fast immer voneinander ab — und meistens ist das kein Widerspruch, sondern ein anderer Erfassungszweck. Der Bericht vergleicht deshalb nur Paare, die dasselbe Katalogkapitel, dieselbe Geometrieart, dieselbe Messeinheit und dieselbe Objektart teilen. Was dieses Tor nicht besteht, wird verworfen und begründet, statt als Widerspruch gemeldet.

Kapitel 61 des Berichts rechnet den Weg vor: 17 Themenpaare mit gleicher Messgrösse maschinell geprüft, keines fachlich vergleichbar, kein Widerspruch bestätigt. Die ungekappte Kandidatenliste steht in der Befundliste des Laufs; die Frage, welche Quelle im Zweifel massgebend ist, beantwortet der Bericht nicht maschinell, sondern lässt sie ausdrücklich für die Projektverfasserin offen.

04 — Auszug

Die ersten drei von sechs Kernpunkten

Die Zusammenfassung ordnet die Befunde nach Rang und Kategorie und nennt je Punkt die tragenden Kapitel. Hier die Ränge 1 bis 3 im Wortlaut; die Ränge 4 bis 6 — die Linienführung ohne Grenzwertverletzung, Rückhaltesysteme H1 auf 4'838.0 m, Gewässerschutz und Lärm als prägende Umweltthemen — stehen im PDF aufSeite 11.

  1. 01technisch

    Verkehrslastklasse T5 aus dem Querschnitt

    Die Verkehrslastklasse Ti20 ist T5. Massgebend ist der Querschnitt beider Richtungen mit 64'123 Fz/Tag und 2'915 Fz/Tag Schwerverkehr; das Verkehrsmodell führt die Autobahn mit je einer Kante pro Richtungsfahrbahn (32'900 und 31'223 Fz/Tag).

    Belegt durchKapitel 13Kapitel 16

  2. 02technisch

    2 Unfallschwerpunkt-Kandidaten im nachgeordneten Netz

    Im Auswertezeitraum liegen 62 Unfälle mit Personenschaden im Suchraum. Die Häufungsrechnung weist 2 Kandidaten für einen Unfallschwerpunkt aus, mit den Berechnungswerten 8 und 5; beide liegen beim Anschluss 31 im nachgeordneten Netz (ausserorts und innerorts), keiner auf der Nationalstrasse. Sie sind vor der Massnahmenwahl örtlich zu verifizieren.

    Belegt durchKapitel 14Kapitel 20

  3. 03technisch

    43 Inventarobjekte im Perimeter

    Der Perimeter enthält 43 ASTRA-Inventarobjekte, davon 35 im engeren Projektbereich und 1 Portal. Zu keinem Objekt liefert der Dienst eine Zustandsklasse; die Zustandsdaten sind beim ASTRA anzufordern, bevor der Erhaltungsbedarf beziffert werden kann.

    Belegt durchKapitel 19Kapitel 29

Karte mit den Bereichen des planerischen Gewässerschutzes: der Gewässerschutzbereich Au liegt türkis über weiten Teilen des Talbodens und der Hänge, der Zuströmbereich Zu violett über Affoltern am Albis; darin und daneben die Grundwasserschutzzonen S3 orange und S2 gelb. Der Projektbereich längs der Achse ist rot umrandet, der Projektperimeter als blaue Strichlinie; rechts oben steht die Legende mit den Klassen und ihren Anteilen.
Legende im Bild, Anteile an der klassierten Fläche: Gewässerschutzbereich Au 69 %, Zuströmbereich Zu 31 %. Ein Klick auf die Karte öffnet sie in voller Auflösung.Abbildung 19 des Berichts, Seite 51: Planerischer Gewässerschutz, Abruf 06.09.2026. Klassiert sind 21.72 ha, 57 % des Projektbereichs; der Gewässerschutzbereich Au deckt 15.01 ha, rund 39 % des Projektbereichs, der Zuströmbereich Zu 6.72 ha. Quelle: geodienste.ch (WMS und WFS der Kantone); Hintergrund: Landeskarte © swisstopo.

Neu · Aus dem Bericht

Vom Geodatum zur Kenngrösse — vier Beispiele

Drei Kenngrössen rechnet der Bericht selbst: wo Rückhaltesysteme nötig werden, welche Verkehrslast gilt, wo sich Unfälle häufen. Das vierte Beispiel zeigt ein Thema aus einem Geodienst bis zur Beurteilung. Zahlen und Karten stammen aus dem Musterbericht zum Download, mit Seitenangabe.

05 — Fahrzeugrückhaltesysteme

Rückhaltebedarf, automatisch aus Geodaten festgelegt

Niemand hat hier Stationen von Hand markiert. Das Werkzeug «Fahrzeugrückhaltesysteme» arbeitet je Richtungsfahrbahn: Es bildet je Querprofil aus dem Höhenmodell und der Grenzlinie des kritischen Abstands den Gefahrenbereich, erkennt die Gefahrenstellen darin und fasst die Stellen mit Bedarf zu Abschnitten zusammen, je mit Grund und Aufhaltestufe. Eingaben sind Hochleistungsstrasse, V = 120 km/h als Annahme und der DTV von 64'123 Fz/Tag im Querschnitt aus Abschnitt 06.

4'838.0m
Rückhaltebedarf beider Richtungsfahrbahnen im Perimeter, 26 Abschnitte, mit Vor- und Nachbereich (S. 34)
H1
Aufhaltestufe, überall im Bedarf (S. 38)
105 / 119
Gefahrenstellen aus dem Höhenmodell an Zug Z0001 und Zug Z0002, davon 47 und 66 im Gefahrenbereich (S. 34)

Bezugsraum: beide Richtungsfahrbahnen, Teil im Perimeter — Zug Z0001 von Station 1'028.6 bis 6'244.3 m, Zug Z0002 von 994.1 bis 6'209.2 m. Gewässer, Bäume und Grundwasserschutzzonen fehlen als Gefahrenstellen; die Länge ist eine untere Schranke (S. 11, 38).

Kartenseite aus dem Bericht: graue Landeskarte mit Hedingen, Zwillikon, Affoltern am Albis und Obfelden, der Projektperimeter blau gestrichelt. Längs der Autobahn liegt der Rückhaltebedarf über weite Strecken als rotes Band, daneben der Gefahrenbereich orange. Rechts oben Titel und Legende mit dem Bedarf je Zug, unten der Bildfuss mit den Quellen.
Abbildung 10, Seite 36 des Berichts: Bedarf und Gefahrenbereich an beiden Richtungsfahrbahnen im Perimeter, Werkzeuglauf vom 26.09.2026. Landeskarte, swissALTI3D und swissTLM3D © swisstopo; Ränder: Amtliche Vermessung Kanton Zürich. Seite 36 im PDF öffnen, den Ausschnitt am längsten Bedarfsabschnitt zeigt Seite 37.Bild in voller Grösse

06 — Verkehrslast

Von der Verkehrsbelastung zur Verkehrslastklasse

Eingang ist die Belastung aus dem nationalen Verkehrsmodell, heute und als Prognose. Daraus rechnet die Kette in sechs Schritten die Verkehrslast bis zur Klasse — jeder Schritt mit Herkunft, Konfidenz und Seite im Bericht.

Kartenseite aus dem Bericht: graue Landeskarte mit Hedingen, Zwillikon, Affoltern am Albis und Obfelden, der Perimeter blau gestrichelt. Im Norden laufen die gewählte Modellkante blaugrün und die Gegenkante orange gestrichelt nebeneinander, weiter südlich sind die Strassenflächen der Autobahn orange eingefärbt; violette Dreiecke markieren Zählstellen. Rechts oben Titelkasten und Legende mit Strassenflächen, Verkehrsdaten und Ergebnis, unten der Bildfuss mit den Quellen.
Abbildung 3, Seite 18 des Berichts: Werkzeug «Verkehrslast auf Strassenfläche», Lauf vom 26.09.2026 — der Verkehrswert der Projektstrasse auf die Strassenflächen der amtlichen Vermessung übertragen. Landeskarte © swisstopo; Strassenflächen: Amtliche Vermessung Kanton Zürich; Verkehrsmodell ARE (CC BY 4.0).Bild in voller Grösse

Der Rechenweg im Bericht

  1. Modellkante32'900 Fz/TagDTV im Istjahr 2023, je Richtungsfahrbahn.Herkunft: ARE-Verkehrsmodell, NPVM 2023Konfidenz: Annahme · S. 15
  2. Richtungsprüfung64'123 Fz/TagDTV im Querschnitt beider Richtungen: Gegenkante mit 31'223 Fz/Tag dazugezählt. Ein richtungsbezogener DTV würde die Bemessungslast halbieren.Herkunft: Richtungswache der RechenketteKonfidenz: Annahme · S. 16
  3. Schwerverkehr2'915 Fz/TagSchwerverkehr im Querschnitt, Istjahr (1'468 + 1'447).Herkunft: ARE-VerkehrsmodellKonfidenz: Annahme · S. 16
  4. Prognose 20503'753 Fz/TagSchwerverkehr im Querschnitt im Prognosejahr (1'893 + 1'860); DTV Querschnitt 70'480 Fz/Tag.Herkunft: ARE-Prognose, Verkehrsperspektiven 2050Konfidenz: Annahme · S. 16
  5. Bemessungsstreifen1'688.85 Fz/TagSchwerverkehr des Prognosejahrs auf dem Bemessungsstreifen, Aufteilung f = 0.45 bei 2x2 Fahrstreifen.Herkunft: Fahrstreifen-Konfiguration, vorbelegtKonfidenz: Annahme · S. 16, 17
  6. VerkehrslastklasseT5TF20 (massgebend) 2'702.2 Referenzachsen/Tag, Prognose direkt aus dem Modell; W20 = 19'725'768 Referenzachsen.Herkunft: Rechenkette, PrognosemethodeKonfidenz: Annahme · S. 15, 17

Bezugsraum: die gewählte Modellkante des ARE-Verkehrsmodells an der Projektachse und ihre Gegenkante. Dieselben Werte trägt Kernpunkt 01 oben. Rechenweg vollständig in Kapitel 13 des Berichts, ab Seite 15 im PDF.

07 — Unfallschwerpunkte

Wo sich Unfälle häufen

Die Unfälle mit Personenschaden werden nach Schwere gewichtet, mit Suchradien je Strassenklasse zu Häufungen zusammengefasst und gegen Grenzwerte geprüft. Übrig bleiben die Kandidaten, die vor Ort zu verifizieren sind.

62
Unfälle mit Personenschaden im Suchraum, drei abgeschlossene Kalenderjahre, 2023 bis 2025 (S. 22, 23)
44
Cluster aus der Häufungsrechnung (S. 21)
2
Kandidaten für einen Unfallschwerpunkt, Berechnungswerte 8 und 5, beide beim Anschluss 31 im nachgeordneten Netz (S. 21, 23)

Nach Schwere laut Kartenlegende: 0 mit Getöteten, 15 mit Schwerverletzten, 47 mit Leichtverletzten (S. 22). Für die Nationalstrasse selbst weist die Rechnung keinen Kandidaten aus (S. 23).

Kartenausschnitt aus dem Bericht: graue Landeskarte mit Hedingen, Zwillikon, Affoltern am Albis und Obfelden. Beim Anschluss südlich von Affoltern am Albis liegen magentafarbene Flächen um die Unfallschwerpunkt-Kandidaten. Rechts oben der Kartentitel mit Zeitraum und Quelle, links unten die Legende nach Schwere.
Abbildung 6, Seite 22 des Berichts: Unfallschwerpunkt-Screening, Auswertung vom 27.09.2026. Unfallgeschehen: ASTRA, Unfallstatistik des Bundes (offene Daten), Datenstand 25.02.2026. Landeskarte © swisstopo.Karte in voller Grösse: Seite 22 im PDF (9.1 MB)

08 — Fruchtfolgeflächen

Vom Geodienst bis zur Beurteilung

Im Projektbereich (Achse ±50 m) liegen 2.68 ha Fruchtfolgeflächen in 13 Objekten. Jede dauernde Beanspruchung ist zu kompensieren und im Auflageprojekt auszuweisen; temporäre Beanspruchungen sind bodenkundlich zu begleiten. Die genaue Beanspruchung lässt sich erst nach Festlegung des Querschnitts und der Böschungen beziffern.

Kapitel 33.1, Seite 54: kostenrelevant, abzuklären.

Kartenseite aus dem Bericht: Landeskarte mit den Fruchtfolgeflächen braun über weiten Teilen des Tals, der Projektbereich als rote Umrandung längs der Autobahn und der Projektperimeter blau gestrichelt; links oben die Legende.
Abbildung 25, Seite 62 des Berichts. Fruchtfolgeflächen: geodienste.ch (WMS und WFS), Abruf 06.09.2026; Landeskarte © swisstopo. Bild in voller Grösse

09 — Durchlauf und Ergebnis

So entsteht ein Technischer Bericht

  1. Perimeter setzen

    Als Polygon, Strassenzug oder Adresse — mehr ist nicht einzugeben.

  2. Auswertung läuft

    Jedes einschlägige Thema wird gegen den zuständigen Geodienst abgefragt, mit dem Perimeter verschnitten und mit Fläche, Anzahl und Stand festgehalten — Themen ohne Befund ebenso.

    Die veröffentlichte Fassung bestimmt darüber hinaus 113 Kenngrössen aus der Rechenkette — 25 gerechnet, 66 als offengelegte Annahme, 22 als benannte Lücke —, dazu drei Werkzeuge der Trassierung und Verkehrssicherheit: Normprüfung der Achse, Verkehrslast auf der Strassenfläche und Fahrzeugrückhaltesysteme je Richtungsfahrbahn.

  3. Beurteilung entsteht

    Gewichtung je Kapitel, Kernpunkte nach Rang, Einordnung der Widersprüche, Kosten- und Fristenrelevanz, ausgewiesene Datenlücken.

Was der Durchlauf erzeugt

  • Berichts-PDF mit Karten zu den betroffenen Themen
  • Kenngrössen aus der Rechenkette (Verkehr, Unfallgeschehen, Sichtweiten, Querschnitt), je als berechneter Wert, als Annahme oder als benannte Lücke
  • Tabelle der ausgewerteten Themen als Excel-Datei
  • Zusammenstellung der einschlägigen Richtlinien und Normalien des Kantons
  • Quellenverzeichnis mit Datenherr, Nachführungsstand und Bezugssystem

Wo der Themenkatalog heute vollständig durchläuft

ZHAGZGLUSZTGSG

In den übrigen Kantonen sind einzelne Themen nicht als Dienst verfügbar; die lateinische Schweiz ist noch nicht abgedeckt. Welche Themen im Musterbericht geprüft sind, aus welchem Dienst und mit welchem Stand, zeigt dort die Vollständigkeitsliste.

10 — Abgrenzung

Was der Bericht nicht ist

  • Kein Bauprojekt. Der Bericht hält Grundlagen und Bestand fest und rechnet Kenngrössen mit offengelegten Annahmen vor. Er ist nicht für Projektierung, Bewilligung oder Bau bestimmt und ersetzt keine Projektverfassung.
  • Keine amtliche Auskunft. Massgebend bleiben die Originaldaten der Datenherren und die Auskünfte der zuständigen Stellen.
  • Keine Grundleistung nach SIA 103. Der Bericht ist eine Grundlagenleistung und damit separat budgetierbar.
  • Stand = Abrufdatum. Die Angaben stammen aus offenen amtlichen Geodiensten; wo die Quelle keinen eigenen Nachführungsstand liefert, gilt der Tag des Abrufs. Welcher Stand gilt, steht je Thema im Quellenverzeichnis.
  • Lücken bleiben Lücken. Wo ein Dienst nur eine Kartendarstellung liefert, weist der Bericht das aus und verweist die Betroffenheit an die Fachstelle; fehlende Grundlagen und Rechenwerte stehen als benannte Lücke mit dem Weg zur Schliessung.
  • Keine Personendaten. Angaben zu Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern werden nicht übernommen.

Der ganze Bericht, offen

79 Seiten, alle Karten, alle Tabellen, Quellenverzeichnis und Vollständigkeitsliste — nichts davon steht hinter einem Formular.

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